"Es pocht eine Sehnsucht an die Welt …"

 

Else Lasker-Schüler-Gedichte und leidenschaftliche Musik

 

Else Lasker-Schülers Selbstaussagen sind als Lebenslegende zu verstehen. Mit unserem Programm „Es pocht eine Sehnsucht an die Welt“ knüpfen wir an diese Lebenslegende an. Wir nehmen ihre Kinderjahre in unserer Heimatstadt Wuppertal zum Ausgangspunkt, suchen die Themen ihrer Kindheit in den Gedichten, die sie als erwachsene Frau schrieb, lassen ihre Phantasien widerhallen in leidenschaftlicher Musik.

 

Historische Genauigkeit überlassen wir gern denen,  die sich Else Lasker-Schüler mit wissenschaftlichem Impetus nähern. Ob der Vater ihrer Mutter nun wirklich ein spanischer Weinbauer war, ob der Vater ihres geliebten Sohnes Paul tatsächlich ein griechischer Seefahrer war, ist uns nicht wichtig. Uns interessiert und inspiriert, wie sie die Menschen in ihrer Nähe erlebte und wie sie selbst noch in den späten Jahren das Kind erkennen ließ, das sie – in Josephs bunten Rock gehüllt – ein Leben lang geblieben ist.

 

Unsere Musik schöpft aus drei Quellen: Der jiddischen Musik (Klesmer), die auf die jüdischen Wurzeln der Dichterin verweist und Vater und väterlichen Großvater repräsentiert, der griechischen Musik, die eben diesem Seefahrer und ihren mediterranen Phantasien gewidmet ist, und dem Tango, der zu ihren Berliner Zeiten in den Cafés und Salons zu hören war und mit seinen spanischen Texten eher die Seite der Mutter aufnimmt.

 

Dauer der Aufführung ca. 90 Minuten.